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Ist die Arbeit körperlich sehr anstrengend?

 

Besonders am Anfang wirst du die Arbeit auch als körperlich sehr anstrengend empfinden, da Muskelpartien strapaziert werden, die normalerweise selbst bei dem sportlichsten Menschen nicht so oft in Gebrauch sind. Auch sind wir es meistens nicht mehr gewöhnt über lange Zeiträume körperlich tätig zu sein, also musst du dich schon darauf gefasst machen in den ersten Tagen oft Muskelkater zu haben und dir einige Blasen zuzuziehen. Man gewöhnt sich jedoch schnell an die Arbeit und nach zwei Wochen ist es schon zur Normalität geworden den ganzen Tag mit Schaufel oder Hacke auf dem Feld zu stehen oder mit der Machete durch den Wald zu laufen.

Die meisten Stationen liegen abgelegen im Wald, so dass es kaum oder gar keine Transportmöglichkeiten außer der eigenen Füße gibt. An das viele Laufen müssen sich viele auch anfänglich gewöhnen, doch wie auch an die Arbeit gewöhnt man sich.

Das einzige, was am ersten wie am letzten Tag extrem auslaugt sind die oft extremen Klimaverhältnisse. Manchmal brennt die Sonne gnadenlos vom Himmel oder es regnet in Strömen, aber da muss man dann eben durch.

  

Warum muss ich helle Kleidung mitbringen?

 

Die helle Kleidung ist besonders dort wichtig, wo es viele Insekten gibt, da dunkle Kleidung Moskitos noch weiter anzieht. Besonders bei der Arbeit ist es also besonders wichtig, helle Kleidung zu tragen um von den Plagegeistern verschont zu bleiben.

 

Ist der Aufenthalt in Guandera in Zusammenhang mit den kolumbianischen Rebellen gefährlich?

 

Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Carchi, der Provinz an der kolumbianischen Grenze, in der auch Guandera liegt ab, ich habe jedoch die letzten eineinhalb Jahre dort gewohnt und keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe weder etwas von Übergriffen mitbekommen noch gehört. Die Entscheidung, ob das Risiko zu groß ist muss aber natürlich jeder selbst treffen.

 

Muss ich eine oder mehrere Nächte in Quito verbringen?

 

Es ist schon sehr sinnvoll, einige Nächte in Quito mit einzuplanen, erstens ist Quito eine sehr schöne Stadt, deren Innenstadt auch zum Weltkulturerbe gehört, und zweitens solltet ihr eurem Körper schon ein wenig Zeit lassen sich an Ecuador zu gewöhnen bevor ihr wieder weiter reist. Es gibt für jedes Reservat auch nur bestimmte Tage, an denen ihr dort hinreisen könnt, so dass sich oft einige „Wartetage“ in Quito ergeben. Des Weiteren müsst ihr auch zu einem Treffen im Jatun Sacha Büro, dafür sollte auch ein halber Tag eingeplant werden.

 

Wie groß ist die Malariagefahr?

 

Einige der Stationen liegen im Malariagebiet, besonders die Küste in Ecuador ist gefährdet. In den Reservaten selbst sind bis jetzt noch nie Malariafälle vorgekommen, in den umliegenden Gemeinden jedoch schon. Vor Antritt deiner Reise solltest du auf jeden Fall ein Beratungsgespräch mit dem Tropeninstitut wahrnehmen, dort kann man dir genau sagen, wie groß die Gefahr in jedem einzelnen Gebiet ist und welche Resistenzen bestehen. Die Entscheidung, welches Medikament am besten für dich ist, ist leider nicht mehr so leicht zu treffen wie früher einmal, durch übertriebenen Gebrauch sind eben schon viele Resistenzen aufgetreten, außerdem haben viele Medikamente schwere Nebenwirkungen, so dass der erste Test am Besten noch in Deutschland stattfinden sollte, damit zur Not noch ein anderes gewählt werden kann.


Wie komme ich in meine biologische Station?


Die genauen Instruktionen, wie ihr eure Station erreicht werden euch im Jatun Sacha Büro in Quito gegeben. Jegliche Fragen dazu könnt ihr dort auch direkt mit Filipe, dem Freiwilligenkoordinator klären. Das Hauptverkehrsmittel in Ecuador sind die Interprovinzialbusse, die erste Etappe auf jeder Reise in ein Reservat wird auf jeden Fall in ihnen zurückgelegt. Als grobe Regel kann man nennen, dass eine Stunde Bus fahren ungefähr einen Dollar kostet. Anschließend kommt es ganz auf das gewählte Reservat an, ob es per Lastwagen, Muli oder pedes weitergeht. Der Großteil der Stationen ist jedoch relativ einfach zu erreichen, auch wenn es manchmal einige Zeit braucht, da sie im ganzen Land verteilt liegen.

 

Welche Währung gibt es in Ecuador?


In Ecuador wird mit dem US Dollar gezahlt. Ihr solltet jedoch immer darauf achten, dass ihr auch besonders auf dem Land kleine Noten mit euch führt, einen zehn Dollarschein wechseln zu wollen kann in einem kleinen Dorf schon zu einem großen Problem werden.

 

Wie wichtig sind gute Spanischkenntnisse?


In vielen Reservaten gibt es Englisch sprechende Koordinatoren, deren Hauptjob nur das Übersetzen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, ist dies aber auch explizit in der Beschreibung des jeweiligen Reservates vermerkt. Dazu kommt auch, dass die meisten Freiwilligen sehr gutes Englisch sprechen und die meisten Gespräche sowieso in dieser Sprache stattfinden  Ich würde es also nicht als großes Problem ansehen, wenn du kein gutes Spanisch sprichst. Eine Idee der Sprache solltest du aber schon haben, selbst wenn es nur ein kurzer Volkshochschulkurs ist. Dir muss jedoch klar sein, dass die Einheimischen und auch viele der Angestellten kein Englisch sprechen, und dir so eventuell gewisse Informationen verloren gehen und die Kommunikation erschwert ist. In den Projekten mit der Dorfgemeinschaft und den Schulen können natürlich auch nur Freiwilligen arbeiten, die das Spanische beherrschen. Ecuador ist jedoch auch ein sehr gutes Land um Spanisch zu lernen und in Quito gibt es sehr viele gute Sprachschulen.

 

Wie schwer /umfangreich sollte mein Gepäck sein und wie sollte es verpackt sein?


Dein Gepäck muss auf jeden Fall in einem Rucksack verpackt sein, zu vielen der Stationen muss das letzte Stück gelaufen werden, und selbst ein Rollkoffer schafft es nicht über einen Bach. Daraus ergibt sich natürlich auch, dass du nicht mehr als deinen Reiserucksack und einen Tagesrucksack als Gepäckstücke mitnehmen solltest, erstens wäre sonst der Transport schwieriger und zweitens verliert man sonst schnell den Überblick.

Im Umfang des Gepäcks solltest du dich mehr oder weniger an die Listen halten, die dir bei einer Anmeldung zugesendet werden, da auch ein zu schwerer Rucksack zum Problem werden kann. Als Obergrenze für mich habe ich 16-17 Kilo festgestellt, aber das ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich.

Wenn du in ganz verschiedene Reservate reisen möchtest und vielleicht deine Strandklamotten nicht mit in die Sierra nehmen möchtest, gibt es auch immer die Möglichkeit Sachen in Quito im Hotel oder im Stiftungsbüro zu lassen, um sie dann wieder dem Gepäck beizufügen, wenn sie gebraucht werden.

 

 

Warum brauche ich biologisch abbaubare Hygieneartikel?


Oft wird das Abwasser der Stationen in Sickerlöcher geleitet, dort richten chemische Shampoos und Seifen nur Schäden an, da sie über kurz oder lang doch in die Flüsse geraten. In einigen Stationen badet man sogar direkt im Fluss, ich denke in diesem Fall ist keine weitere Erklärung nötig. Biologisch abbaubare Hygieneartikel bekommt man im Reformhaus oder mittlerweile auch in einigen Supermärkten.

 

Wie vertragen sich elektrische Geräte mit dem Klima?


In einigen der Reservaten herrscht schon ein sehr feuchtes Klima, so dass auf jeden Fall über einen zusätzlichen Schutz von elektrischen Geräten wie zum Beispiel einem Fotoapparat oder einem Diskman nachgedacht werden sollte. Hier bieten sich zum Beispiel ZipLock Tüten an, die man wasser- und luftdicht verschließen kann (zu bekommen im Outdoorladen oder auch in manchen Supermärkten). Man sollte aber auch gut auf seine Geräte acht geben und immer darauf achten, ob sie bereits in Mitleidenschaft gezogen worden sind oder nicht. 

 

Kann ich noch zwischen den Reservaten wechseln, wenn ich einmal vor Ort bin?


Wenn du dich in Deutschland in einem Reservat anmeldest und vor Ort noch während des bezahlten Zeitraumes wechseln möchtest, ist das mit großen Komplikationen verbunden. Manchmal ist es zwar möglich, du musst jedoch eine zusätzliche Gebühr bezahlen. Wenn du dir noch nicht 100 %ig sicher bist, in welches Reservat du endgültig möchtest, kannst du dir deine Entscheidung auch noch offen lassen, bis du in Ecuador bist. Eine andere Möglichkeit, die ich auch empfehle ist, sich zwar für die erste Zeit des Aufenthaltes fest zu verpflichte, sich den Rest der Zeit jedoch noch freizuhalten. So kannst du in Ruhe entscheiden, wo genau du anschließend arbeiten möchtest, oder auch ob du noch ein wenig reisen möchtest.

 

In welcher Form und Menge sollte ich Geld mitnehmen?


Das kommt auch auf die Dauer deines Aufenthaltes an. Die Gebühr bei der Stiftung muss in Bargeld oder Travellerschecks bezahlt werden (am Besten American Express oder Thomas Cook), so dass du diese Summe auf jeden Fall in einer der beiden Weisen mit dir führen solltest. Wenn du dich außerhalb deiner Zeit im Reservat nicht mehr lange in Ecuador aufhalten möchtest, reicht natürlich ein kleiner weiterer Bargeldbetrag. Sollte dein Aufenthalt jedoch länger dauern, empfehle ich es eine Kreditkarte mitzunehmen (am Besten und weit verbreitesten sind hier auch Master- und Visacard). So kann man am Automaten Bargeld abheben und muss nicht so hohe Beträge mit sich herumtragen. In den kleinen Dörfern ist dies natürlich nicht möglich. Ein kleines Polster in Travellerschecks ist auch zu empfehlen, so kommt man nie in Probleme.

Besonders wichtig ist es auch, immer dafür zu sorgen dass man kleine Noten bei sich trägt. In Quito ist es zwar noch nicht so problematisch einen zwanzig Dollarschein zu wechseln, in den kleineren Dörfern sieht das jedoch schon anders aus und mit einem fünfziger ist man fast überall verloren.

 

Werde ich Probleme mit Spinnen, Schlangen und anderem giftigen Getier haben?


In vielen der Reservate gibt es zwar giftige Spinnen und Schlangen, es ist jedoch in der ganzen 16 Jahren, in denen die Stiftung existiert noch nie zu ernsthaften Bissen gekommen. Man trifft besonders im Wald immer wieder auf Schlangen, aber wenn man sich an gewisse Sicherheitsvorkehrungen hält, ist das auch nicht so gefährlich. Spinnen halten sich auch besonders gern in der Nähe der Häuser auf, so dass man ihnen kaum aus dem Weg gehen kann. Ein Biss von ihnen wäre aber auch nicht schlimmer als ein Wespenstich, und wenn man sie in Ruhe lässt, tun sie selbst das meistens auch. Komplett vermeiden lassen sie sich jedoch nicht.