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Die biologische Station La Hesperia

 

 Die biologische Station La Hesperia befindet sich auf 1800 m Höhe in der Nähe der Stadt Santo Domingo de los Colorados. Sie besteht seit dem Jahr 2003 und ist auf dem Land einer Viehfarm. Die Stiftung Jatun Sacha hat einen Vertrag mit dem Eigentümer, der sich dafür entschieden hat die großen Flächen Primärwald die sich auf seinem Land befinden zu schützen, wofür er die Hilfe der Stiftung und der Freiwilligen benötigt.

Neben dem Schutz des Waldes und der einzigartigen Vogelpopulation wurde die Station auch mit der Absicht gegründet, auf lange Sicht gesehen viele Projekte mit der Dorfgemeinschaft zu beginnen, um sie insbesondere in die biologische Landwirtschaft einzuführen und das Gesundheitssystem zu verbessern. Des Weiteren wird mit der Schule zusammengearbeitet und es gibt mehrerer Wiederaufforstungsprogramme.

 

Klima

 

Auf Grund der Höhe herrscht in La Hesperia trotz der Küstennähe kein tropisch warmes Klima mehr, es wird jedoch auch nie richtig kalt. Abends muss man jedoch schon einen warmen Pullover tragen, wenn man nicht frieren will. Es regnet so gut wie jeden Tag, jedoch meistens erst nachmittags, so dass die Arbeit bis dahin erledigt ist. Die Regenzeit ist ungefähr von September bis Mai, die Trockenzeit von Juni bis August.

Projekte

 

Es gibt zwei Gruppen von Projekten: in einigen Projekten wird wohl jeder Freiwillige einmal mitarbeiten, da sie sich immer wieder wiederholen und keine Vorkenntnisse nötig sind. Andere jedoch sind in ihrer Durchführung vom Wetter, fortgeschrittenen Spanischkenntnissen oder anderen Dingen abhängig, es kann also nicht garantiert werden, dass diese immer zur Verfügung stehen. Sollte explizites Interesse an einem dieser Projekte bestehen, solltest Du vor der Abreise abklären, ob eine Teilnahme möglich ist.

 

Projekte, an denen alle Freiwilligen (wahrscheinlich) teilnehmen werden:

-    Baumpflege in einer der zwei Baumschulen

-    Biologische Landwirtschaft für die Eigenversorgung der Station

-         Infrastrukturarbeit

-    Instandhaltung einer Anlage zur Produktion von Biogas

-         Weginstandhaltung

     -         Falls erwünscht: Arbeit mit den Tieren, z.B. Kühe melken usw.

Weitere Projekte, bei denen die Teilnahme von diversen Voraussetzungen abhängig ist:

-       Wiederaufforstung

-       Baumzucht für die Holzproduktion

-   Unterrichten von Englisch bzw. Umwelterziehung in der lokalen Grundschule

-  Aufklärung über Erste Hilfe, Einführung eines medizinischen Vorsorgesystems, insbesondere für Frauen

-  Sammeln von Daten über Wachstum und Fortpflanzungszyklen bei bestimmten Bäumen

-   Sammeln von Samen zur  Baumproduktion für die Wiederaufforstung

-      Gartenpflege, insbesondere im Orchideengarten sowie im Sektor für die medizinischen Pflanzen

-   Begleitung von Besuchergruppen

-   COB- Workshops (COB ist eine ökologische Bautechnik, ähnlich dem Pappmachee, aber natürlich dauerhafter)

 

Anbindung

Man kann La Hesperia mit dem Auto erreichen, der Fußmarsch zur nächsten viel befahrenen Straße, von wo aus man den Bus nehmen kann dauert aber auch nur 20 Minuten. Von dort aus kann man in ca. 2 Stunden Quito erreichen, in ca. 40 Minuten Santo Domingo de los Colorados. Dort besteht auch die Möglichkeit das Internet zu benutzen oder internationale Telefonanrufe zu tätigen. 

Spanischkenntnisse

Spanischkenntnisse sind in La Hesperia nicht zwingende Voraussetzung, der Direktor sowie die Koordinatorin der Freiwilligen sprechen fließend Englisch. Jedoch muss klar sein, dass die anderen Angestellten kein Englisch sprechen und sich Kommunikationsschwierigkeiten ergeben können. Wer mit der Dorfgemeinschaft arbeiten möchte, muss natürlich fortgeschrittene Spanischkenntnisse haben.

Besonderheiten

Es ist nicht unbedingt jede Tätigkeit auf den ersten Blick als nützlich für die Konservation des Regenwaldes zu erkennen. Tritt man jedoch einen Schritt zurück und betrachtet das Ganze, werden die Zusammenhänge schnell klar. La Hesperia ist eine große Hacienda, im Prinzip also ein Bauernhof, und um ihr Land langfristig schützen zu können, müssen die Besitzer weiterhin dort arbeiten, da sie sonst sehr bald ihr ganzes Geld aufgebraucht hätten. Die Freiwilligen arbeiten nie auf der Farm in dem Sinne, dass sie für die Besitzer Geld verdienen würden, manchmal ist das jedoch nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Wer vornehmlich Interesse an biologischer Forschung hat, sollte sich vielleicht lieber eine andere Station als La Hesperia aussuchen, da hier der Schwerpunkt deutlich auf der biologischen Landwirtschaft liegt.

Wer Interesse daran hat, mit dem Dorf La Esperie zusammenzuarbeiten, sollte mindestens drei, möglichst sechs Monate oder länger bleiben.