In enger Zusammenarbeit mit der indigenen Gemeinde Sarayaku im ecuadorianischen Amazonasgebiet hat Pumamaqui e.V. ein Wiederaufforstungsprojekt für die Wayuri-Palme (Pholidostachys synanthera robusta) initiiert. Diese Palme ist ein zentraler Bestandteil traditioneller Bauweisen – ihre Blätter wurden über Generationen hinweg für die Dächer der Häuser verwendet. Doch durch Umweltveränderungen und Ressourcennutzung ist die Palme im Gebiet von Sarayaku nahezu verschwunden.
Ziel des Projekts
Das Projekt verfolgt das Ziel, die Wayuri-Palme nachhaltig im Dorfgebiet anzusiedeln und damit nicht nur ein wichtiges kulturelles Element zurückzubringen, sondern auch zur Biodiversität und ökologischen Regeneration der Region beizutragen.
Die Umsetzung
Insgesamt wurden 1.500 kg Samen der Wayuri-Palme in der benachbarten Gemeinde Teresa Mama gesammelt und per Boot nach Sarayaku transportiert. Dort erfolgte gemeinsam mit 15 Familien die Vorbereitung der Felder, das Düngen mit Urea sowie das Pflanzen der Samen. Eine praktische Einführung in Pflege und Aufzucht der Palme wurde ebenfalls durchgeführt, um den nachhaltigen Erfolg zu sichern.
Herausforderungen
Ursprünglich für 2019 geplant, verzögerte sich das Projekt durch die nicht verfügbare Reife der Samen und später durch die COVID-19-Pandemie, die eine Anreise in die Region unmöglich machte. Trotz dieser Hürden konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden.
Wirkung und Perspektive
Langfristig wird nicht nur die autarke Versorgung mit Baumaterialien für die Gemeinde gestärkt, sondern auch die lokale Wirtschaft durch die spätere Nutzung und den Verkauf der Palmenprodukte gefördert. Die Wayuri-Palme benötigt etwa zehn Jahre bis zur vollständigen Nutzbarkeit – ein langfristiges Engagement, das durch die Organisation Tiuti Wally und Pumamaqui e.V. weiter begleitet wird.
Förderung
Das Projekt wurde mit einer Förderung in Höhe von 4.500 € durch den HAND IN HAND-Fonds der Deutschen Umwelthilfe ermöglicht. Pumamaqui e.V. dankt herzlich für diese Unterstützung, ohne die die Wiederbelebung der Wayuri-Palme in Sarayaku nicht möglich gewesen wäre.







